Es wird Winter - auch in der Ökonomie

Es wird Winter- nicht nur im Lande sondern auch in der Weltwirtschaft. Bereiten Sie sich darauf vor! Wie Sie nun Heizmaterial einlagern und den Wintermantel hervorholen, ist es auch wirtschaftlich sinnvoll, sich "warm anzuziehen" - und zugleich für das kommende Frühjahr zu positionieren.

Das ist kein Pessimismus, sondern Realismus und Vernunft. Vier große Wirtschaftszyklen zeigen zum ersten Mal seit den 1930ern synchron abwärts (siehe Blogeintrag 10/2014). Die Macht dieser Zyklen ist mehrfach bestätigt. Allerdings sind sie in unserem Erfahrungsschatz nicht vorhanden, weil intuitiv nicht erfassbar. Wer kann sich schon daran erinnern, was in den 1930ern, 1970ern und 1990ern gesamtwirtschaftlich vor sich ging und was der Motor dazu war?!

Deshalb möchte ich den mächtigsten der großen Zyklen hier kurz vorstellen: Der Generationenzyklus.

Was treibt unsere Gesamtwirtschaft auf lange Sicht an? Natürlich  die Anzahl der Wirtschaftsteilnehmer (Menschen) und deren Ausgabenverhalten. Beide Größen sind ausgesprochen gut darstellbar und auch in die Zukunft projizierbar. Wir wissen sehr genau, wie viele Menschen geboren sind oder eben auch nicht. Ebenso ist detailliert bekannt, wie und wofür die große Masse der Menschen ihr gut verdientes Geld über den Lauf ihres Lebens ausgibt. Die Kombination aus beidem ist die "Ausgabenwelle", ein hervorragender Indikator für wirtschaftliche Entwicklungen:

G U T S C H E I N

 

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Nennen Sie einfach die Überschrift dieses Blog-eintrages.

 


Die Ausgabenwelle hat in der Vergangenheit für viele entwickelte Länder, wie z.B. die USA, Japan, Deutschland und auch Österreich die gesamt-wirtschaftliche Entwicklung hervorragend prognostiziert.

Aktuell zeigt die Ausgabenwelle Deutschlands einen sehr steilen Abfall ab 2012 bis über 2020 hinaus. Wir werden älter, weniger und unsere Ausgaben sinken ab dem 47. Lebensjahr kontinuierlich.

Aber nicht nur Deutschland altert und schrumpft. 4/5 der weltweiten Wirtschaftsleistung wird in alternden Gesellschaften erwirtschaftet!

Dies bedeutet nicht das Ende der Welt, aber doch einen starken Anpassungsbedarf. So hat z.B. Japan 1990 den Höhepunkt seiner Ausgabenwelle überschritten. Die Folgen waren enorm. Und das während des besten weltwirtschaftlichen Umfeldes des letzten Jahrhunderts. Eine ähnliche Entwicklung steht uns direkt bevor.

 

Es gibt natürlich Beispiele und Vorbilder für den strategisch positiven Umgang mit diesen Fakten:

 

McDonalds hat erkannt, dass ältere Kunden nicht so gerne in einer geschäftigen Schlange stehen um ihr Essen in Empfang zu nehmen. Sie haben es lieber ruhig und sitzen gerne. Die Kundengruppe 50+ wächst pro Jahr um ca. 3%. Auf diese Kunden kann und will McDonalds nicht verzichten. Daraus ist McCafe entstanden.

 

Harley Davidson hat vor Jahren erkannt, dass das Ausgabenverhalten Ihrer Kunden sich über den Lebenslauf drastisch verändert. Ab dem 52. Lebenslauf werden kaum mehr Motorräder gekauft. Dass der Großteil der US-amerikanischen Bevölkerung 2014 an dieser Schwelle steht, hat Harley Davidson schon vor Jahren erkannt. Um den Umsatz zu halten wurde eine Internationalisierungsstrategie verstärkt umgesetzt. Überdies wurde die Modellpalette überarbeitet, um auch jüngere Kunden anzuziehen.

 

UBER, AMAZON, Jimdo, Onlineprinters, Crowdfunding und Car2go, was haben diese Unternehmen gemeinsam? Sie verändern die Geschäftsprozesse mancher Branchen von Grund auf. Ganze Wertschöpfungsketten fallen weg, die Preise verringern sich auf einen Bruchteil. Das lässt sich nicht über "Einsparungen" erreichen, sondern über Innovation - vollkommen neue Wertschöpfungsprozesse mit Hilfe moderner Technologien, die alle schon verfügbar sind.




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Ihr Helmut Brückler


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